Kissenbezüge alle drei Tage, Bezüge alle ein bis zwei Wochen. Und warum morgendliches Lüften mehr ausmacht als häufigeres Waschen.
Wie oft sollte Bettwäsche gewechselt werden? Die ehrliche Antwort lautet: häufiger, als die meisten es tun — und wie häufig genau, hängt von der Jahreszeit, vom Material und davon ab, ob Haustiere mit im Bett schlafen. Dieser Artikel gibt konkrete Intervalle und erklärt, was in der Zwischenzeit im Bett passiert.
| Teil | Wechselintervall |
|---|---|
| Bettbezug und Spannbettlaken | alle 1 bis 2 Wochen |
| Kissenbezug | alle 3 bis 4 Tage |
| Im Sommer, bei Hitze | wöchentlich oder öfter |
| Bei Allergien | wöchentlich, bei 60 °C |
| Bettdecke und Kissen | 1 bis 2 mal pro Jahr |
Der Kissenbezug ist der Teil, der am häufigsten gewechselt gehört und am seltensten gewechselt wird. Er kommt mit Gesicht, Haaren, Talg und Hautpflegeprodukten in Kontakt — bei zu Unreinheiten neigender Haut lohnt sich ein Wechsel sogar alle zwei bis drei Tage.
Ein Mensch gibt pro Nacht mehrere hundert Milliliter Feuchtigkeit ab, dazu Hautschuppen und Talg. Genau davon ernähren sich Hausstaubmilben, und sie bevorzugen ein warm-feuchtes Milieu. Wer regelmäßig wechselt und morgens lüftet, entzieht ihnen einen Teil der Grundlage.
Das ist auch der Grund, warum ein Bett nach ein paar Tagen anders riecht, ohne dass etwas passiert wäre: Es ist die Feuchtigkeit der Nächte, nicht Schmutz.
Schlag die Decke nach dem Aufstehen zurück und lass das Bett eine halbe Stunde offen liegen, bevor du es machst. In dieser Zeit verdunstet ein großer Teil der Feuchtigkeit aus Matratze und Decke.
Das Bett direkt nach dem Aufstehen ordentlich zu machen fühlt sich richtig an, schließt aber genau die Feuchtigkeit ein, die raus soll. Wer nur eine Gewohnheit ändern will, dann diese.
Ja, aber weniger dramatisch, als oft behauptet wird. Bettwäsche aus Viskose leitet Feuchtigkeit schneller nach außen, wo sie verdunsten kann. Weniger stehende Feuchtigkeit bedeutet, dass Geruch später entsteht — in der Praxis bleiben solche Bezüge ein paar Tage länger frisch.
Was das nicht bedeutet: dass du seltener waschen kannst. Hautschuppen, Talg und Kosmetikreste sammeln sich unabhängig vom Material. Die Intervalle oben gelten für beide.
Für den Alltag reichen 30 °C. Wer allergisch auf Hausstaubmilben reagiert, sollte bei 60 °C waschen — das ist die Temperatur, ab der Milben zuverlässig abgetötet werden. Beachte dabei, dass nicht jedes Material 60 °C dauerhaft verträgt: Viskose aus Bambus ist auf 30 °C ausgelegt, Baumwolle ist hier robuster.
Für Allergiker ist deshalb eine Kombination sinnvoll: milbendichte Encasings auf Matratze und Kissen, die heiß gewaschen werden können, darüber die Bettwäsche der Wahl. Wie du Bambus-Bettwäsche richtig wäschst, steht in unseren Pflegehinweisen.
Krankheit im Haushalt. Nach einem grippalen Infekt einmal komplett wechseln und, wenn das Material es zulässt, heiß waschen.
Haustiere im Bett. Dann eher zweimal pro Woche. Tierhaare und -schuppen sind ein zusätzlicher Allergieauslöser.
Nachtschweiß. Wer regelmäßig feucht aufwacht, wechselt häufiger — und sollte gleichzeitig die Ursachen für nächtliches Schwitzen angehen, statt nur öfter zu waschen.
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