Eine durchschnittliche Person verbringt rund 56 Stunden pro Woche im Bett. In dieser Zeit hinterlässt sie Spuren, die sich quantifizieren lassen. Eine Übersicht ohne ekelerregende Übertreibungen, dafür mit Zahlen.
Hautzellen. Ein Erwachsener verliert pro Tag etwa 1,5 Gramm Hautschuppen — in einer Woche also rund 10 Gramm. Ein Großteil davon landet in Bettlaken, Kissenbezug und Matratze.
Schweiß. Zwischen 100 und 500 Milliliter pro Nacht, je nach Raumtemperatur und Person. In einer Woche kommen so 1 bis 3 Liter zusammen. Der größte Teil verdunstet, der Rest bleibt in Fasern.
Hausstaubmilben. Eine durchschnittliche Matratze beherbergt nach einem Jahr zwischen 100.000 und 10 Millionen Milben, die Hautschuppen als Nahrungsgrundlage haben. Die Mehrheit lebt nicht in der Bettwäsche selbst, sondern in der Matratze.
Bakterien und Pilzsporen. Mikrobiologische Untersuchungen zeigen, dass nicht regelmäßig gewaschene Bettwäsche nach einer Woche eine Bakterienkonzentration aufweist, die mit häufig berührten Oberflächen in öffentlichen Gebäuden vergleichbar ist.
Diese Zahlen klingen alarmierend, sind aber für gesunde Erwachsene meist unbedenklich. Problematisch werden sie bei Hausstaub- oder Schimmelallergikern, Neurodermitis-Patienten und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Kissenbezug: wöchentlich. Hier konzentriert sich der direkte Hautkontakt mit Gesicht und Haaren.
Bettlaken und Bezug der Bettdecke: alle 10 bis 14 Tage. Bei starkem Schwitzen, Allergien oder Haustieren im Bett wöchentlich.
Bettdecke und Kissen selbst: alle drei bis sechs Monate, je nach Material. Bambusfaser und Daune vertragen häufigeres Waschen als Schaumkern-Kissen.
Matratze: zweimal jährlich gründlich absaugen, einmal jährlich dampfreinigen.
30 °C wöchentlich entfernt mehr als 60 °C alle drei Wochen — die Studienlage ist hier eindeutig. Was sich anstaut, lässt sich auch bei hohen Temperaturen nur teilweise wieder herauswaschen, weil Milben und Bakterien sich bereits in tiefere Faserschichten zurückgezogen haben.
Für Allergiker empfehlen sich Bezüge aus Naturfasern mit OEKO-TEX®-Zertifizierung. Sie vertragen 60 °C ohne strukturelle Schäden und sind durchschnittlich glattfaseriger als synthetische Alternativen — was Milben weniger Anhaftungsfläche bietet.
UNSERE KATEGORIEN





NOCH EINE GESCHICHTE VORM SCHLAFENGEHEN